Psychosomatische Erkrankungen


sind körperliche Leiden, die durch seelische Ursachen ausgelöst werden.

Denn der Mensch hat nur 3 Möglich-
keiten, auf seine Lebensumstände zu reagieren:

  • körperlich,
  • seelisch oder
  • körperlich und seelisch

Wenn Sie jahrelang einen Arzt nach dem anderen aufgesucht haben, die Ursache Ihrer Erkrankung aber nicht gefunden werden konnte, liegt die Vermutung nahe, dass seelische Gründe Auslöser für Ihre körperlichen Symptome sind.

Krankheiten können Botschafter innerer Konflikte sein.

Unser Körper spiegelt uns schon in ganz alltäglichen Lebenssituationen unsere Gefühle wieder, z.B. wenn jemand:

  • aus Scham errötet,
  • vor Angst erzittert oder
  • vor Aufregung Herzklopfen hat.

Trotzdem reagiert jeder Mensch auf innere Konflikte unterschiedlich. Während der eine vielleicht Magenschmerzen bekommt, wenn er sich unter Druck gesetzt oder überfordert fühlt, leidet ein anderer möglicherweise unter Kopfschmerzen oder Hautausschlag.

Medizinische Behandlungen verschaffen dem Patienten vorläufig Linderung, bis die Gefühle von Überforderung und Druck wieder auftreten und der Körper erneut reagiert.

Die heilpraktische Psychotherapie beschäftigt sich in der Psychosomatik besonders mit dem Zusammenspiel von Körper und Seele. So kann möglicherweise die Ursache hinter den körperlichen Leiden gefunden werden.

Vielleicht fällt es Ihnen zu Beginn schwer, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, weil Sie Ihre körperlichen Beschwerden zunächst nicht mit seelischen Konflikten in Zusammenhang bringen.

Wenn psychosoziale Faktoren wie:

  • Überforderung
  • Stress
  • unglückliche Beziehungen
  • unsichere Lebenssituationen
  • zu hohe Selbstansprüche
  • Tod eines geliebten Menschen
  • Verlust des Arbeitsplatzes
  • Trennungen
  • Scheidungen
  • innerer Zwiespalt
  • Unzufriedenheit
  • Angst
  • Einsamkeit
  • unbewusste Aggressionen oder
  • Schuldgefühle

dazu führen, dass die Psyche die Probleme nicht mehr bewältigen kann, reagiert der Körper häufig mit den typischen „Holy Seven“ nach F. Alexander:

  • Asthma
  • Neurodermitis
  • Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
  • Morbus Crohn / Colitis Ulcerosa (entzündliche Darmerkrankungen)
  • Ulcus ventriculi / Ulcus duodeni (Magengeschwüre/12-Fingerdarmgeschwür)
  • Essentielle Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Rheumatische Arthritis / Chronische Polyathritis (chronische , degenerative Gelenkentzündung)

Es können aber auch andere Erkrankungen wie:

  • Herzerkrankungen (Was bricht mir das Herz?)
  • Müdigkeit (Welche Laus ist mir denn über die Leber gelaufen?)
  • Magenerkrankungen (Was liegt mir im Magen?)
  • Erkrankungen der Galle (Da kommt mir aber die Galle hoch!)
  • Chronische Schmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Schwindel
  • Übelkeit ohne Befund (oft bei Kindern und Jugendlichen)
  • Kopf- oder
  • Rückenschmerzen
  • Krebs (was verselbstständigt sich da unkontrolliert?)

auftreten.

Ob ein Mensch seine Belastungen bewältigt oder erkrankt, hängt von seiner genetischen Veranlagung, seiner Vulnerabilitätsgrenze (= Empfindlichkeit) und von seinen Bewältigungsstrategien ab. Während eine Person die Kriese relativ unbeschadet  überwindet, zerbricht eine andere vielleicht an dergleichen.

Auch das eigene Verhalten kann psychosomatische Erkrankungen begünstigen: Eine überängstliche Beobachtung des eigenen Körpers kann jede harmlose körperliche Reaktion als Anzeichen einer schweren Erkrankung ansehen. Andauernde Ängste verschlimmern oft noch die Symptome. Hier sind oft Personen betroffen, die nach schweren Unfällen oder Krankheiten ihrem Körper wenig vertrauen.

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie betrachte ich den Menschen als ganzheitlich reagierendes Wesen.

Alle Ebenen

  • die körperliche
  • die geistige
  • und die seelische

sind sowohl einzeln als auch in ihrem Zusammenwirken zu sehen.

Deshalb wünsche ich mir besonders in der Psychosomatik eine enge Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker.

Die psychologische Begleitung kann besonders bei psychosomatischen Erkrankungen körperliche Heilungsprozesse wesentlich begünstigen.